iMac, wo bleibst du nur?

Der iMac lebt nun schon bald fast ein Jahr ohne eine Aktualisierung (seit Mai 2011 um genau zu sein), die längste Zeit seit 2008. Dieser Winterschlaf lässt mich über zwei Sachen nachdenken. Werden wir schon bald eine massive Überarbeitung samt neuer Optik des iMacs erleben und zweitens, denkt Apple überhaupt noch an ihre Bandbreite an Desktop Computern?

Wo bleiben die neuen iMacs?

Für manche Menschen sind Desktop Computer eine aussterbende Spezies. Mobilität und Handlichkeit ist natürlich eine tolle Sache. Und auch die meisten Firmen überschlagen sich zur Zeit ja förmlich damit, ihre Geräte kleiner, leichter und dünner zu machen. Genauso stimmt es das man einen Desktop Computer nicht eben mal einfach unterm Arm klemmen und zur Arbeit gehen kann damit. Und trotzdem mag ich einen fixen Computer (welcher bei mir ein iMac ist), der seinen festen Platz hat. Unterwegs habe ich ja dann immer noch die tollen, dünnen, leichten Geräte, wie etwa ein iPad.

Das beantwortet nicht die Frage, warum Apple so eine große Lücke zwischen den Aktualisierungen lässt. Seit der Veröffentlichung des letzten iMacs haben wir Aktualisierungen von so ziemlich der gesamten Apple Produktpalette gesehen, inklusive iPhone, einem neuen iPad, iPod Nano, MacBook Pro und dem MacBook Air. Sogar der Mac Mini, Apples Einsteiger-Model wurde im Juli 2011 erneuert. Warum bleibt also der iMac zurück?

 

Retina Display schuld?

Es gibt Gerüchte das sowohl iMac als auch die MacBooks mit einem Retina Display ausgestattet werden, ähnlich wie es ja schon iPhone und vor kurzem erst das neue iPad bekommen haben.

Ein theoretisches Retina Display für einen 21 Zoll iMac würde eine Auflösung von etwa 3200 x 2000 Pixel haben, das wären dann 163 ppi. Das iPhone 4S hat zum Vergleich etwa 326 ppi, das neue iPad etwa 264 ppi. Apple hat ein Retina Display für die Mac’s bisher zurückgehalten, und das aus gutem Grund. Kein Hardwarehersteller hat bis dahin Displays mit dieser Auflösung geschafft in ausreichender Menge kostengünstig zu produzieren. Zudem gibt es schlicht keinen Prozessor auf dem Markt der diese enorme Auflösung unterstützen würde. Gerade jetzt wird die Tatsache interessant, das Intel’s neue Ivy Bridge Prozessoren, die irgendwann im Sommer kommen sollen, theoretisch Videos mit einer Auflösung von bis zu 4096 x 4096 Pixel unterstützen werden.

Daraus könnte man ableiten, das Apple wegen der neuen Intel Prozessoren solange mit dem Update des iMac wartet. Die Ivy Bridge Prozessoren werden zwar nächsten Monat veröffentlich, jedoch bestätigte Intel schon das man die Prozessoren zunächst nur in kleinen Stückzahlen produzieren kann. Die Fehlerquote bei der Herstellung sei noch zu hoch.

 

Schöne Zukunft in Sicht

Was auch immer der Grund ist, bin ich mir sicher das der iMac nicht zur Apple Geschichte wird wie das PowerBook oder das weiße MacBook. Der iMac brachte Apple runde 2 Milliarden im ersten Quartal 2012, und diese Zahlen steigen von Quartal zu Quartal. Das macht den iMac und sein Dasein relativ sicher. Und ein iMac mit Ivy Bridge Prozessor und Retina Display ist es doch allemal wert ein wenig länger zu warten.

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